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Jürgen Trabant

Platonische Sprachkritik

 Im Kratylos kritisiert Sokrates die Wörter als schlechte Bilder des Seienden. Deswegen sei es besser, die Dinge ohne Wörter (aneu onomáton) zu erkennen und zu erforschen. Dieses sprachkritische Moment ist der Auftakt für ein jahrtausendelanges Zähneknirschen der Philosophie über die Sprache, das auch heute noch vorherrscht. Dagegen ist immer noch und immer wieder die Sprache als Sprache zu denken.