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Pirmin Stekeler-Weithofer

Ironische Polemik zwischen feindlichen Brüdern Stirner und Marx zum Problem der Entfremdung in Rede und Handlung

 Wir schaffen uns sprachlich allerlei Gespenster, besonders wenn wir idealische Utopien basteln. Stirners nominalistische und eben damit empiristische Polemik gegen alle ‚-Ismen‘, ‚-Heiten‘ und ‚-Keiten‘, sogar noch gegen die „Phrase des Humanismus (bei Feuerbach)“ (so Fritz Mauthner) und andere dogmatische Lehren und Anrufungen der großen Bären „Freiheit“, „Gleichheit“, „Brüderlichkeit“ sind dabei nur partiell als verwirrt zurückzuweisen. Seine Verteidigung der Absolutheit der subjektiven Perspektive auf die Welt und einer radikalen Anarchie des Individuums liegt am Ende fast allzu nahe an den utopischen kommunistischen Illusionen eines Engels oder Marx. Es ist daher durchaus bezeichnend, dass die Kritik in der Deutschen Ideologie in ihrem Umfang fast länger geraten ist als Stirners originelles Buch „Der Einzige und sein Eigentum“.