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Marion Schumm

Körper und Geister

Dass der Cartesianische Dualismus zwischen Geist und Körper problematisch sei und kritisiert werden müsse, wird seit langem und immer wieder behauptet. Weder wird er den körperlichen Erlebnissen, in denen man seinen Körper nicht hat, sondern Körper ist, noch den konkreten Abläufen der geistigen Prozesse und deren physischer Verankerung gerecht. Die Grenzen des Körpers und die Grenzen des Ichs sind dieselben. Aber sind diese Grenzen so festgelegt? Erfahrungen wie die des „Phantomglieds“ haben schon Descartes und seine Nachfolger dazu gebracht, diese Grenzen als Problem zu betrachten. Wie kann man die Möglichkeiten körperlicher Einsätze außerhalb des Organismus ins Auge fassen? Wie kann man darüber hinaus das Verhältnis des Körpers zu den kulturellen Gegenständen, die ihn umgeben und bestimmen, beschreiben und verstehen? Haben unsere Körper nicht den Charakter von „Phantomleibern“ in der kulturellen Sphäre?