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Wolfram Eilenberger

Sport als ästhetische Erfahrung

Ob als Zuschauer oder Ausübender, wer sich einer sportlichen Aktivität hingibt, taucht in eine andere Welt ein. Zumindest das hat Sport mit Kunst gemeinsam. Doch worin liegt der besondere Reiz sportlicher Erfahrung? Geht es wirklich nur um gewinnen und verlieren? Um die Optimierung der leiblichen Leistungsfähigkeit? Gar eine verkappte Wehrertüchtigung in Turnhosen? Oder lägen am Grunde der sportlichen Faszination nicht Erfahrungsformen, die im eigentlichen Sinne ästhetisch zu nennen wären? Verfügt die Ästhetik der Moderne überhaupt über die notwendigen Begrifflichkeiten, den besonderen Reizen des Sportes gerecht zu werden?