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Jocelyn Benoist

Was kann man denn mit dem Sinnlichen tun, außer die Welt zu erkennen? — Lärm!

 Es gibt doch eine sinnliche Erkenntnis. Ist aber der Begriff des Sinnlichen damit erledigt? Die traditionelle Philosophie hat die Beschränktheit des Sinnlichen viel kritisiert: es wäre unmöglich, eine Erkenntnis auf es zu gründen. Dann hat die moderne Erkenntnistheorie es neu bewertet. Verschiedene Zweige der gegenwärtigen Philosophie haben Theorien der sinnlichen Erkenntnis: der sogenannten ‚Wahrnehmung’ entwickelt. Dass das Sinnliche auch ‚wahr’ sein kann, kann man insbesondere aus der Phänomenologie als eine Grundlehre ziehen. Damit wird aber nur eine Seite des Begriffs des ‚Sinnlichen’ berücksichtigt. Das Sinnliche ist nicht nur etwas, das eine Rolle in einer gewissen Erkenntnis spielt, sondern auch eine Dimension der Realität selbst, und so auch ein Stoff, aus dem und mit dem wir etwas machen können. Ich werde das Verhältnis zwischen dem Sinnlichen und der Normen analysieren, indem ich die Tonerfahrung als Beispiel hinstellen werde: welche begriffliche Beziehungen liegen zwischen Hörwahrnehmung, den verschiedenen logischen Dimensionen des ‚Tons’, und Musik vor? So werde ich versuchen, einfache Unterscheidungen zwischen ‚Ton’, ‚Geräusch’, ‚Lärm’, ‚Schall’ usw. zu machen.