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Elena Băltuță

Sein oder nicht sein. Der Streit um die Species bei Thomas von Aquin und Peter Olivi.

 Wahrnehmung ist der Prozess, bei dem wir durch die äußeren Sinne Wissen über die Welt erwerben. Diese Aussage sollte unumstritten sein. Wenn wir aber im Detail erklären wollen, wie wir Zugang zu den Gegenständen haben, dann treten die Probleme auf. Haben wir etwa, wenn wir eine Kaffeetasse sehen, einen direkten oder einen indirekten Zugang zu ihr? Mit anderen Worten: Sehen wir die Tasse unmittelbar oder durch eine Repräsentation, etwa durch ein Wahrnehmungsbild? Ebenso wie in der gegenwärtigen Philosophie, versuchte man auch im Mittelalter diese Fragen zu beantworten. In meinem Vortrag werde ich die Vorschläge zweier Philosophen aus dem 13. Jahrhundert, Thomas von Aquin und Peter Olivi, darstellen. Meine Zuhörer werden somit die Chance haben herauszufinden, wie mittelalterliche Philosophen den Wahrnehmungsprozess verstanden haben, und dabei einiges kennenzulernen, was uns heute vielleicht seltsam vorkommt: wahrnehmbare Species, sensitive Seele, Hylemorphismus.